Der größte Teil der Metadaten, die wir in unseren Pressespiegeln ausgeben, erhalten wir direkt von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW). Erfahren Sie im Folgenden, wie die IVW arbeitet und welche Daten wir erhalten.

Was ist die IVW?

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern ist ein Verein, der sich 1949 gegründet hat, um Werbe- und Mediaplanern objektiv ermittelte Daten zur grundlegenden Werbeträgerleistung von Medienangeboten zur Verfügung zu stellen. Die IVW ist hierfür als „joint industry committee“ aufgestellt, d. h. sie wird von den Marktpartnern (Werbungtreibende, Medienhäuser, Werbe- und Mediaagenturen) gemeinsam getragen und beaufsichtigt.
Zu den erklärten Zielen der IVW gehörte es seit der Gründung, Werbekunden Sicherheit über die mit ihren Werbegeldern eingekaufte Medialeistung zu bieten und zugleich den Wettbewerb der Werbeträger auf eine solide, vergleichbare Basis zu stellen. Die von der IVW hierfür bereitgestellten Leistungskennziffern dienen nicht allein der Vermarktung der Werbeträger und dem Benchmarking der Anbieter. Darüber hinaus spielen die IVW-geprüften Auflagenzahlen, Visits und Page Impression auch für die Erhebung qualitativer Daten zur Medienresonanz (Print-Reichweite/Leserzahlen, Online-Reichweite/Unique User) eine wichtige Rolle.

Welche Daten erhalten wir als Medienbeobachter?

Hauptsächlich erhebt die IVW die Höhe und Zusammensetzung der Auflage von Printmedien, für Digital-Medien (stationäre und mobile Websites, Apps) differenzierte Traffic- und Verkaufszahlen sowie die Jahresbesucherzahlen von Kinoleinwänden. Darüber hinaus kontrolliert sie in Stichproben die ordnungsgemäße Ausstrahlung von TV- und Radio-Spots.
Als Medienbeobachter mit dem Anspruch, unseren Kunden auf einen Blick die Kennzahlen zur Verfügung zu stellen, die sie für die Auswertung Ihrer Kommunikationsmaßnahmen benötigen, speisen wir die wichtigsten Daten der IVW jedes Quartal aktuell in unser System.
Das heißt, für Printmedien werden insbesondere Metadaten wie Auflage (Print und ePaper) und Verbreitung ausgegeben. Für die vergleichbare Beurteilung von Digitalmedien sind vor allem die monatlichen Visits (von allen Endgeräten) von Bedeutung.

Wie kommt die IVW an die Daten? – Was bedeutet IVW-geprüft?

Um sicherzustellen, dass die IVW alle Daten aktuell und zuverlässig erhält, geht die Informationsgemeinschaft in zwei Schritten vor:

Printmedien:

In einem ersten Schritt melden die Verlage der IVW zu festen Terminen die Höhe und Zusammensetzung der Verbreitung der Presseerzeugnisse. Hierbei haben sich alle partizipierenden Medienhäuser an ein umfangreiches Regelwerk zu halten, das vor allem die Zuordnung der Exemplare zu den verschiedenen Auflagenkategorien (z.B. Abonnement, Einzelverkauf) vorgibt. Alle erhobenen Auflagenzahlen sind Durchschnittswerte, d.h. die durchschnittliche Auflage einer Ausgabe (bei Zeitschriften) bzw. je Erscheinungstag (bei Tageszeitungen) im Quartal – erst das macht die Auflagenhöhe von Titeln mit unterschiedler Erscheinungsweise vergleichbar.
Im zweiten Schritt überprüft die IVW im Nachhinein regelmäßig die von ihr eingesammelten und dem Markt gebündelt bereitgestellten Quartalsauflagen. Hierzu werden die Verlage von Prüfern an ihren Unternehmenssitzen besucht und geben weitreichenden Einblick in ihre Logistikbereiche und ihre Buchhaltung, um jedes gezählte Exemplar und jeden Verkauf zu dokumentieren und nachzuweisen.

Digitalmedien:

Die monatliche Veröffentlichung der Nutzungsdaten für Digital-Angebote erfolgt mittels fortlaufender Messung des Traffic durch die Zugriffe von Nutzern auf den Internetwerbeträger. Die Messgrößen sind hierfür Visits (einzeln festgestellte Besuche von Internet-Angeboten) und Page Impressions (Anzahl der Nutzeraktionen während des Besuchs eines Angebots). Diese Werte werden aufgeschlüsselt nach umfangreichen Merkmalen u.a. für Inhalte, Format, Erzeuger und Auslieferung. Die IVW hat Zugriff auf die kontinuierliche Messung, der genaue Analysen der Nutzungsverläufe zulässt. Zusätzlich kontrolliert die IVW regelmäßig die Inhalte und Angebotsstrukturen der digitalen Werbeträger auf die regelkonforme inhaltliche Kategorisierung.

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