Die SEO Campixx in Berlin ist das Top-Ereignis der deutschen SEO-Szene, um sich über die neuesten Trends in der Branche auszutauschen. Bilder-SEO, Voice Search, Growth Hacking, Ranking-Faktoren und Data Driven SEO: Die ganzheitliche Komponente beim Programm der Konferenz spiegelt genau das wider, was bei erfolgreichem Suchmaschinenoptimieren beachtet werden muss. Wir waren vor Ort und geben Ihnen hier ein kleines Recap zur SEO Campixx:

Bilder-SEO

Wer die Optimierung seiner Webseitenbilder vernachlässigt, verschenkt wertvolles SEO-Potenzial. Bilder sind auf einer Website enorm wichtig. Sie wirken nicht nur ansprechend, sondern können zudem auch wichtige Informationen transportieren, zum Beispiel in Form von Infografiken, Produktfotos oder Anleitungen. Eine gute Positionierung in der Google-Bildersuche ist nach wie vor ein Traffic-Lieferant.
Martin Mißfeldt von Duplicon klärte auf, welche Faktoren sich durch das Update der Google-Bildersuche geändert haben. Denn: Ein Klick auf ein Thumbnail in der Bildersuche öffnet nicht mehr die Webseite, auf der das Bild zu sehen ist. Stattdessen wird das Bild direkt in der Bildersuche in einem größeren Format angezeigt. Erst durch einen Klick auf dieses vergrößerte Bild wird die eigentliche Bild-Webseite geöffnet. Auch wenn sich der organische Traffic über die umgestellte Google-Bildersuche etwas reduziert hat, stecken dennoch immer noch genug Traffic-Potenziale in der Bildersuche. So kann man zum Beispiel diese großen Bilder in der Google-Bildersuche für Branding-Zwecke nutzen, in dem man sein Logo und seine Claims direkt einbindet.
Mißfeldt betonte, dass Bilder-SEO nach wie vor wichtig ist, da es sich positiv auf das Bilder-Ranking, auf die organische Websuche und auf eine gute Platzierung in der Universal-Search-Bilder-Onebox auswirken kann.
Wichtige SEO-Ranking-Faktoren sind:

  • Der Alt-Tag – der Alternativtext des Bildes ist immer noch von entscheidender Bedeutung.
  • Das Bildformat – in der Darstellung innerhalb der Bildersuche werden Querformate im Vergleich zu Hochformaten bevorzugt. Aufgrund der einheitlichen Bildhöhe werde Querformate größer und detailreicher abgebildet.
  • Die Bildqualität – Bilder, die kleiner als 640 Pixel sind, haben heute kaum noch eine Möglichkeit auf ein gutes Ranking. Mittlerweile sind 1024 Pixel Standard.
  • Die Dateigröße – ist nach wie vor wichtig. Ein Bild mit geringerer Dateigröße rankt besser, weil es schneller geladen wird.
  • Der Dateiname – auch wenn dieser Rankingfaktor etwas an Relevanz verloren hat, sollte die Bilddatei immer einen sprechenden Namen vorweisen.
  • Beim Einbetten des Bildes in eine Webseite, sollte man die Bildbreite und -höhe angeben, damit die Webseite bereits aufgebaut werden kann, während das Bild noch geladen wird.
  • Der umgebende Text des Bildes wie z.B. die Bildunterschrift aber auch der Absatz, in dem sich das Foto befindet sowie die dazugehörige Headline sind wichtige Faktoren fürs Bilder-SEO und sollten unbedingt in einem inhaltlich übereinstimmenden Kontext verwendet werden.
  • Die Verwendung einer Image-Sitemap kann sinnvoll sein, wenn mehrere neue Fotos hochgeladen werden, damit der Google Bot sie einfach und schnell finden kann.
  • Die Rankingsignale und Bildinformationen müssen konsistent sein. Daher sollte man Foto-Kopien sowie Mehrfachverwendungen der Bilder stets im Blick behalten.
  • Bei der Verwendung eines Stockfotos sollte man über „Search by Image“ vorab prüfen, wo und in welchem Zusammenhang dieses verwendet wird und welche Bildsignale es dadurch erhält. Nur wenn das Foto in einem Keyword-relevanten Kontext genutzt wird, macht es Sinn, dieses zu verwenden.

SEO-Ranking-Faktoren von Searchmetrics

Allgemeine Ranking-Faktoren sind tot. Vielmehr sind Ranking-Faktoren individuell, gelten für einzelne Industrien und verändern sich fortlaufen. Der Grund dafür liegt in der Entwicklung und Anwendung von Machine-Learning-Algorithmen, die in die Bewertung von Websites und Suchanfragen durch Google einfließen. Malte Landwehr von Searchmetrics nahm anhand allgemeiner Ranking-Faktoren ein Branchenvergleich vor und zeigte Tendenzen auf. Folgende Ranking-Faktoren können über Ranking-Positionen entscheiden:

  1. Rankingfaktor: Individuelle Content-Relevanz
    Die Erstellung von möglichst relevantem Content, der perfekt zur Nutzerintention passt, sollte für SEOs und Online Marketer immer im Mittelpunkt stehen. Die scheinbar höchste Content-Relevanz haben URLs auf den Positionen 3 bis 6 der ersten SERP.
  2. Ranking-Faktor: Technisch optimal umgesetzte Webseite
    Der Content sollte für Nutzer und Suchmaschine leicht zugänglich und technisch optimal umgesetzt sein. Faktoren wie Seitenladezeit, Dateigröße, HTTPS-Verschlüsselung (insbesondere im eCommerce), interne Verlinkung, Seitenarchitektur oder Mobilfreundlichkeit sind von elementarer Bedeutung.
  3. Indirekter Ranking-Faktor: Nutzersignale
    Durch die Einführung von RankBrain und den Einsatz des dynamischen Algorithmus, wurden Usersignale schnell zu einem wichtigen indirekten Ranking-Faktor. Denn: Google kann über das Surf-Verhalten von Nutzern auf riesiger Datenbasis messen und auswerten, ob ein User mit einem Ergebnis zufrieden war. Obwohl Google beteuerte, dass Nutzersignale nur indirekt wahrgenommen werden, wenn der Algorithmus getestet wird, sollten Daten zur Bounce Rate, Time on Site, Dwell Time, CTR und Return to SERP von Online Marketer als wichtige Nutzersignale berücksichtig werden. Denn sie zeigen auf, wie zufrieden die User mit einem Such- und Informations-Ergebnis waren.
  4. Ranking-Faktor: Backlink-Relevanz nimmt leicht ab
    Backlinks sind heute zu einem Ranking-Faktor unter vielen geworden und nicht wie früher das Maß aller Dinge. So ist beispielsweise aufgrund der zunehmenden Rolle von Apps und App-Rankings in der organischen Suche die individuelle Wichtigkeit von Backlinks rückläufig. Dennoch sollte man sich weiterhin um den Aufbau von guten und relevanten Backlinks bemühen. Denn Google sieht in diesem Punkt die Relevanz ganz klar bei der Traffic-Messung der verlinkenden Seiten. Daher ist es wichtig, den Fokus noch mehr auf die Qualität der Verlinkung zu legen und eventuell auch zu messen, wieviel Traffic über einen dieser Links in der Realität generiert wird. Zudem sind interne Links ein wichtiger Ranking-Faktor, da sie den Nutzern und der Suchmaschine helfen, die Webseite zu verstehen und relevante URLs zu finden.
    Fazit: Im Mittelpunkt muss die Erstellung von relevantem Content stehen, der sich an der jeweiligen Nutzerintention ausrichtet. Zudem müssen Webseiten, die hohe Rankings generieren möchten, auf Nutzersignale sowie auf eine saubere technische Optimierung besonders auch auf mobilen Devices achten sowie Traffic-starke Backlinks von hoher Qualität haben.

Zum Abschluss noch ein paar Handy-Schnappschüsse von der SEO-Campixx:

SEO Campixx: Fun Facts von Searchmetrics im Vortrag Ranking-Faktoren: Totes Relikt oder Wegweiser in die Zukunft?

Fun Facts von Searchmetrics im Vortrag Ranking-Faktoren: Totes Relikt oder Wegweiser in die Zukunft?

 

SEO Campixx: Bilder-SEO Vortrag von Martin Mißfeld über das Meta-Bild-Konzept

Bilder-SEO-Vortrag von Martin Mißfeldt über das Meta-Bild-Konzept.

 

SEO Campixx: Fili Wiese über die Relevanz des Linkbuildings

Fili Wiese über die Relevanz des Linkbuildings.

 

SEO Campixx: Bernard Zitzer sprach über die DOs & DONTs von Webseiten Menüstrukturen

Bernard Zitzer sprach über die DOs & DONTs von Webseiten Menüstrukturen.

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Anja Kloster

Anja Kloster

Senior Social Media & Online Marketing Manager bei pressrelations GmbH
Anja Kloster ist Senior Social Media & Online Marketing Manager bei pressrelations in Berlin und neben dem Online Marketing auch für die Konzeptionierung von Social Media Monitoring Lösungen verantwortlich. Sie schreibt rund um die Themen Social Media, Online Marketing und SEO. Bevor sie zu pressrelations kam, war sie als Social Media Content Managerin und Research & Program Planning Managerin für internationale Medienkonzerne tätig.

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