Product Owner arbeiten bei pressrelations mit ihren Teams an der Neu- und Weiterentwicklung von Monitoring- und Analyselösungen für Kunden. Im Interview erzählt Lars Bültmann, welche Idee dahinter steckt, woran er gerade arbeitet und wie für ihn das perfekte Produkt aussieht. 

 

Lars, kannst Du Dein Aufgabenfeld in einem Satz beschreiben?

Die Aufgabe von uns Product Ownern ist es, Produkte zu entwickeln und zu verbessern – in meinem Fall geht es dabei um unser Monitoring- und Analyseportal NewsRadar®.

 

Welche Idee steckt hinter dieser Rolle? Warum greifen immer mehr Unternehmen darauf zurück?

Product Owner sind eine zentrale Rolle im agilen Arbeitsmodell Scrum; eine Rolle, die es so in einer „klassischen Produktentwicklung“ nicht gibt. Knapp erklärt sind sie eine Art Schaltstelle zwischen denen, die Anforderungen an ein Produkt stellen, also beispielsweise Kunden oder Vertrieb, und den Programmierern und Designern, die das Produkt tatsächlich bauen. Product Owner sammeln, kanalisieren und priorisieren die Anforderungen, konzeptionieren gemeinsam mit ihren Teams die Produktidee und begleiten dann maßgeblich die Umsetzung.

Lars Bueltmann arbeitet als Product Owner bei pressrelations.

Lars Bültmann arbeitet als Product Owner bei pressrelations.

 

Welches ist die wichtigste Fähigkeit, die ein Product Owner Deiner Meinung nach mitbringen sollte?

Entscheidend ist, Prioritäten zu setzen und den Fokus nicht zu verlieren. Mein Produkt-Backlog – sozusagen meine ToDo-Liste – ist gefüllt mit vielen Anforderungen unterschiedlichster Art. Jede Produktentwicklung hat begrenzte Ressourcen und so muss man sich zwangsläufig auf die wichtigsten Ziele fokussieren.

 

Was sind die größten Herausforderungen auf die Du am häufigsten triffst?

Die größte Herausforderung ist für mich wie gesagt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und mich dann tatsächlich auf das Wichtigste zu konzentrieren. Natürlich kann ich das nicht alleine beurteilen. Wir arbeiten deshalb in crossfunktionalen Teams, um gemeinsam zu diskutieren, was dieses Wichtige eigentlich ist.

 

Wie sieht für Dich das perfekte Produkt aus?

Ich glaube kein Produkt ist wirklich perfekt, denn dafür verändern sich Markt und Welt zu dynamisch. Was heute perfekt zu sein scheint, ist morgen schon veraltet – von daher müssen gute Produkte so konzeptioniert sein, dass sie sich gemeinsam mit ihren Nutzern entwickeln. Und dabei gilt: Perfekt wäre es höchstens, wenn man nichts mehr weglassen kann. Nicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann.[1]

 

Verrate uns doch mal, wie eine typische Woche für Dich abläuft?

Wir organisieren unsere Arbeit in sogenannten Sprints – das sind übersichtliche Pakete von Aufgaben, die in zwei Wochen erreichbar sind. Wir Product Owner programmieren oder designen zwar nicht, sind aber bei der Konzeption und Umsetzung immer dabei. Da für mich das Feedback der Kunden Gold wert ist, stehe ich auch oft mit ihnen in engem Kontakt oder begleite unser Sales Team bei Terminen und Pitches.

 

Woran arbeitest Du gerade?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unser Monitoring- und Analyseportal NewsRadar® zu optimieren und an die Bedürfnisse unsere Kunden anzupassen. Unser Ziel ist, dass sie gerne und unkompliziert damit arbeiten und Insights gewinnen, die sie für ihre tägliche Arbeit nutzen können. Es hat sich z.B. gezeigt, dass es immer wichtiger wird, wer hinter einem Beitrag oder einem Post steckt – und genau auf solche Autorendaten konzentrieren wir uns gerade. Das umfasst die Darstellung im Portal ebenso, wie die Frage, wie wir die Daten unterschiedlicher sozialer Netzwerke zusammenführen können.

 

Monitoring und Analyse über alle Kanäle mit NewsRadar

Was sind Deine Empfehlungen für diejenigen, die ihre ersten Schritte als Product Owner machen?

Die Umstellung auf ein gänzlich anderes Arbeitsmodell ist nicht leicht und immer mit Konsequenzen verbunden. Ein halber Umstieg oder die Adaption einiger Methoden kann in Ansätzen funktionieren, aber ich bezweifle, dass das sinnvoll ist und einen wirklich voran bringt. Ich empfehle daher vor allem, sich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen, bspw. mit dem Standardwerk „Agiles Produktmanagement mit Scrum“ von Roman Pichler.

 

Welche Trends siehst Du für die Produktentwicklung?

Ich glaube, dass die Nutzerfreundlichkeit einer Software immer mehr zentraler Entscheidungsfaktor für oder gegen ein Produkt wird. – Es ist ein bisschen so, wie mit einer HiFi-Anlage mit vielen Funktionen – wenn ich nur Musik hören will, reicht mir der Play-Button. Und den will ich nicht erst suchen.

Lieber Lars, vielen Dank für das Gespräch!

 

[1] Frei zitiert nach Antoine de Saint-Exupéry

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Anja Gilles

Anja Gilles

Marketing Managerin bei pressrelations GmbH
Anja Gilles ist seit 2010 bei pressrelations in den Bereichen Vertrieb & Marketing beschäftigt. Zuvor war sie als Projektleiterin und PR-Beraterin in Werbeagenturen und als freie Journalistin für Tageszeitungen und verschiedene Fachmedien tätig. Hier im Blog schreibt sie zu den Themen Monitoring & Analyse sowie Marketing & Kommunikation.

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