„Ist die Unternehmenskommunikation bereit für die digitale Transformation?“

Wer bei Google nach Digitalisierung sucht, erhält rund 6 Mio. Einträge, täglich kommen rund 1.600 weitere Meldungen allein aus deutschsprachigen Onlinemedien (so unsere Analyseabfragen vom 14.11.2016) hinzu und über Twitter werden täglich rund 930 Tweets mit dem Hashtag #Digitalisierung abgesetzt.
Auch und gerade für Unternehmen, Konzerne und Agenturen gewinnt das Thema mehr und mehr an Bedeutung – wie die Analyse aus Google Trends zeigt, hat sich das Suchvolumen nach diesem Begriff in den letzten fünf Jahren nahezu verzehnfacht.

Was bedeuten Digitalisierung und digitale Transformation für die Kommunikationsarbeit?

Grund genug für die Personalberatung PRCC und die Unternehmensberatung LAUTENBACH SASS, einmal der Frage nachzugehen, wie es denn um die „Digitale Fitness“ der Kommunikatoren bestellt ist.
Dazu haben sie im Rahmen einer Studie rund 200 Kommunikatoren** aus den unterschiedlichsten Unternehmen und in sehr verschiedenen Positionen umfassend zum Thema „Digitale Transformation“ befragt. Zum Beispiel wurden die Fragen gestellt, welche Veränderungen und Anforderungen mit der Digitalisierung für die Unternehmenskommunikation einhergehen. Oder wie der Reifegrad im eigenen Unternehmen bei der Digitalisierung eingeschätzt wird.

Schulungsbedarf in den Unternehmen nach wie vor hoch

Wie sich zeigt, glaubt rund ein Drittel der Befragten, dass die Digitalisierung die Rahmenbedingungen für Unternehmenskommunikation komplett neu definieren wird. Unter den Jüngeren (Teilnehmer mit fünf oder weniger Jahren Berufserfahrung) sind sogar 50% von dieser Aussage überzeugt.
Gleichzeitig spiegelt die Befragung wider, dass in den meisten Unternehmen noch viel Schulungs- und Nachholbedarf besteht, um fit für den digitalen Wandel zu werden. So räumt die Mehrheit der Teilnehmer dem Entwickeln einer Digital-Strategie sowie dem Umsetzen der digitalen Transformation innerhalb der Unternehmenskommunikation höchste Priorität ein. Daneben werden das Weiterbilden von Mitarbeitern mit Blick auf digitale Prozesse sowie das Einstellen von Mitarbeitern mit Expertenwissen auf diesem Gebiet als wichtige Schritte auf dem Weg durch die digitale Transformation gesehen.
Wie diese Beispiele verdeutlichen, sind zumindest ein Großteil der Unternehmen in Deutschland noch nicht umfassend an die Anforderungen der Digitalisierung angepasst. Oder, wie Christoph Lautenbach zusammenfasst: „Die digitale Transformation betrifft die Unternehmenskommunikation in allen Bereichen. Zwar sehen Kommunikatoren durchaus die Tragweite der Veränderung. Sie haben aber bisher zu wenig getan, und von ‚Digitaler Fitness‘ kann nicht die Rede sein. Zumeist gibt es keine Strategie, sind die Strukturen und Prozesse für den Wandel nicht geeignet, fehlen die notwendigen Kompetenzen. Ein positives Ergebnis der Befragung ist, dass Kommunikatoren die Digitalisierung als eine Möglichkeit zur Annäherung von Unternehmenskommunikation und Marketing sehen. Sie begreifen den Wandel als Chance. Zur Integration und zur Überwindung von Grabenkämpfen.“

Die vollständige Studie finden Sie übrigens hier zum Download.

digital_fitness_studie

** Befragt wurden Mitarbeiter aus den Abteilungen Kommunikation (79%), Marketing & Kommunikation (34%) und Marketing (4%). 6% der Befragten arbeiteten in einer anderen Abteilung (Mehrfachnennungen möglich).

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