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Pressemitteilung vom 07.09.2011 | 10:45
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW) Gemeinsame Agrarpolitik - nachhaltig ausrichten: Ministerin Höfken, Minister Remmel und Minister Bonde fordern starke europäische Landwirtschaftspolitik Die Landwirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz und die Landwirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg fordern eine umfassende Reform der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) nach 2013. Die Minister und die Ministerin haben heute (7. September) ein 20-Punkte-Programm vorgelegt. „Wir wollen eine breite öffentliche Debatte über die Zukunft der ländlichen Räume und die Sicherheit der Arbeitsplätze in den Regionen. Es gilt der Grundsatz: Öffentliches Geld für öffentliche Güter“, sagte NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. „Ich appelliere an die Bundesregierung und an die anderen Bundesländer, sich dieser Diskussion nicht mehr zu verschließen. Wir haben eine Verantwortung für unsere Bäuerinnen und Bauern.“ „Die Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik nach 2013 ist eine zentrale Aufgabe dieses Jahrzehnts - hier werden Weichen gestellt für eine nachhaltige landwirtschaftliche Erzeugung, für gesunde Ernährung und ihre Sicherstellung für Millionen Menschen EU- und weltweit", sagte der baden-württembergische Minister für den Ländlichen Raum, Alexander Bonde: „Wir wehren uns strikt dagegen, dass der Agrarsektor als einziger Bereich im zukünftigen EU-Finanzrahmen Kürzungen hinnehmen soll. Wenn wir in Europa unsere Ziele im Klima-, Umwelt-, Natur- und Tierschutz erreichen und die Arbeitsplätze im Ländlichen Raum erhalten wollen, dann brauchen wir auch die dafür notwendigen Mittel.“ „Wir brauchen zum Schutz der Artenvielfalt und unserer Produktionsgrundlagen wie Boden und Wasser sowie zum Erhalt mittelständischer Strukturen ein substanzielles Greening in der Ersten Säule. Zukunftsweisende Direktzahlungen müssen mit Umweltleistungen und dem Abbau von Bürokratie verbunden sein“, sagte Ulrike Höfken, Landwirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz. Für den Erhalt von Direktzahlungen soll mit Ausnahmen für Klein- und Grünlandbetriebe ab 2014 folgendes Anforderungsprofil zugrunde gelegt werden:
Landwirtschaft und Weinbau spielen eine Schlüsselrolle für die nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume. Ihre Bedeutung am Anteil des Bruttosozialprodukts zu messen, greift viel zu kurz; stattdessen muss in regionalen Wirtschaftskreisläufen und Wertschöpfungsketten gedacht werden und auch die Beiträge zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Kulturlandschaften berücksichtigt werden. Der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie der Verbesserung der Lebensqualität in ländlichen Räumen soll zunehmende Bedeutung zugemessen werden. Dabei geht es auch um stärker integrierte Förderkonzepte auf regionaler Ebene und um die Stärkung bürgerlichen Engagements im ländlichen Raum sowie die Bewältigung des demographischen Wandels. Um die genannten Aufgaben erfüllen zu können, ist ein ausreichender Agrarhaushalt unverzichtbar. Es muss daher einen starken Agrarhaushalt geben - die von der Kommission vorgeschlagenen realen Senkungen für den Agrarsektor werden daher nachdrücklich abgelehnt. Weitere Informationen:
Schwannstr. 3 40476 Düsseldorf Pressesprecher Frank Seidlitz Telefon: 02 11 / 45 66 - 294 Telefax: 02 11 / 45 66 - 706 frank.seidlitz@mkulnv.nrw.de Düsseldorf - Veröffentlicht von pressrelations Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=464988 [Druckversion] [PDF]
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