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Pressemitteilung vom 18.07.2012 | 09:52
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)

(idw) Nano-Experten aus aller Welt in Dresden


Materialien zeigen auf der Nanometer-Skala völlig neue physikalische und chemische Eigenschaften, die sie für viele Anwendungen beispielsweise in der modernen Halbleiter- oder Laserindustrie interessant machen. Auf der „Internationalen Konferenz zu Übergittern, Nano-Strukturen und Nano-Bauelementen“ (International Conference on Superlattices, Nanostructures, and Nanodevices, ICSNN) geht es deshalb vor allem darum, wie man Nano-Strukturen und darauf basierende Bauelemente für die Nano-Photonik und Nano-Elektronik herstellt, aber auch neue Materialien für Laser oder Solarzellen gehören zum Programm.

Daneben kommt die Grundlagenforschung nicht zu kurz. So beschäftigen sich die Teilnehmer der Konferenz mit Phänomenen, bei denen einzelne Elektronen, Photonen oder das magnetische Moment von Ladungsträgern, der sogenannte Spin, eine Rolle spielen. Auch dem in Wissenschaftskreisen intensiv diskutierten Material Graphen, das aus nur einer einzigen atomaren Lage aus Kohlenstoff besteht, sind Konferenzbeiträge gewidmet.

Preis für die Entdeckung des Majorana-Teilchens

Ein wissenschaftlicher Höhepunkt der Konferenz wird sicherlich die Entdeckung des sogenannten Majorana-Teilchens sein, ein Fermion, das identisch zu seinem Antiteilchen sein soll. Vorhergesagt von dem italienischen Physiker Ettore Majorana im Jahr 1937 und seither von Teilchenphysikern gesucht, gelang es Dr. Sergey Frolov von der TU Delft in den Niederlanden, die Signatur eines derartigen „Quasi“-Teilchens in einer experimentellen Anordnung aus einem Nano-Draht und einem Supraleiter aufzuspüren. Dr. Frolov erhält für die Entdeckung den Preis der ICSNN-Konferenz 2012.

Das Präsidium der Konferenz setzt sich zusammen aus Prof. Manfred Helm vom HZDR und Prof. Oliver Schmidt vom IFW. Die Konferenz findet in zweijährigem Abstand immer direkt vor der Internationalen Konferenz zur Halbleiterphysik (International Conference on the Physics of Semiconductors, ICPS) statt. Das Konferenzprogramm sowie weitere Informationen sind im Internet zu finden unter:

http://www.icsnn2012.de/


Weitere Informationen

Prof. Manfred Helm
Direktor, Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung im HZDR
Tel. 0351 260-2260 | m.helm@hzdr.de

Prof. Oliver Schmidt
Direktor, Institut für Integrative Nanowissenschaften im IFW Dresden
Tel. 03 51 46 59 800 | o.schmidt@ifw-dresden.de

Pressekontakt
Christine Bohnet
Tel. 0351 260-2450
c.bohnet@hzdr.de  
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Bautzner Landstr. 400 | 01328 Dresden


Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Materie, Gesundheit und Energie. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:
  • Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
  • Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
  • Wie nutzt man Ressourcen und Energie effizient und sicher?
Zur Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragen werden fünf Großgeräte mit teils einmaligen Experimentiermöglichkeiten eingesetzt, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das HZDR ist seit 1.1.2011 Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Es hat vier Standorte in Dresden, Leipzig, Freiberg und Grenoble und beschäftigt rund 900 Mitarbeiter - davon ca. 400 Wissenschaftler inklusive 140 Doktoranden.

Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden - kurz IFW Dresden - ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt moderne Werkstoffwissenschaft auf naturwissenschaftlicher Grundlage und spannt dabei einen Bogen vom Erkenntnisfortschritt auf den Gebieten Physik und Chemie bis zur technologischen Vorbereitung neuer Materialien und Produkte. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms stehen Funktionswerkstoffe, die eine Schlüsselposition in vielen Einsatzfeldern einnehmen: Supraleiter, Magnetwerkstoffe, Schichtsysteme und Nanostrukturen, kristalline und amorphe Materialien. Am IFW Dresden sind ca. 600 Personen tätig, davon ca. 120 Doktoranden und 65 Stipendiaten.

Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=502148

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