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Basler Appell fordert: NFP-«SESAM» sistieren Im März dieses Jahrs wurde das Projekt «SESAM» der Universität Basel vom Nationalfonds zum Nationalen Forschungsschwerpunkt bestimmt. 3000 Kinder sollen von der 12. Schwangerschaftswoche an bis zum 20. Lebensjahr kontinuierlich untersucht werden. Genomanalysen bilden einen zentralen Bestandteil des mehr als 70 Millionen Franken teuren Projekts. Der Basler Appell gegen Gentechnologie fordert den Nationalfonds auf, das rechtlich und ethisch fragwürdige Projekt zu sistieren und die fremdnützige Forschung an Kindern zu unterbinden. Im vergangenen März bewilligte der Nationalfonds unter anderem das Projekt «SESAM» der Uni Basel als nationalen Forschungsschwerpunkt. SESAM (Swiss Etiological Study of Adjustment and Mental Health) verspricht grosses Renommee: Genetische Daten verschiedener Generationen sollen mit Gesundheits- und Verhaltensdaten verglichen und so ein «Datenschatz von nationaler Bedeutung» angehäuft werden. Dafür will man 3000 werdende Mütter rekrutieren, die ihre Kinder für die nächsten 20 Jahre in den Dienst der Forschung stellen wollen. Jürgen Margraf, der Projektleiter der Studie, bestätigt jetzt auf Anfrage des Basler Appells gegen Gentechnologie, dass die Untersuchung des Erbguts der 3000 Kinder einen zentralen Bestandteil der Studie darstellen wird. Artikel 119 der Bundesverfassung regelt den Umgang mit der Gentechnologie im Humanbereich und bestimmt unter anderem, dass das Erbgut einer Person nur untersucht werden darf, wenn die betroffene Person zustimmt (Abs. 2, Bst. f). Kinder jedoch können nicht zustimmen. Darf ihre DNA trotzdem untersucht, registriert und beforscht werden? Das Gesetz über die Forschung am Menschen, das auch die Forschung an Nichtzustimmungsfähigen wie etwa Kindern auf nationaler Ebene regeln wird, ist noch nicht einmal in der Vernehmlassung. Und schon schafft der Nationalfonds ein Präjudiz, indem er eine solche fremdnützige Forschung, die grosse ethische Fragezeichen aufwirft, unterstützen will. Ähnlich verhielt sich der Nationalfonds bereits 2001, als er die Forschung an embryonalen Stammzellen unterstützte, obschon die gesetzlichen Grundlagen damals fehlten. Der Basler Appell wehrt sich vehement gegen die Instrumentalisierung von Kindern zu Forschungszwecken. Wer schliesslich Zugriff auf die erhobenen Daten haben wird, ist unklar, denn als Geldgeber wird nicht nur auf Kanton und Nationalfonds, sondern auch auf die Pharmaindustrie gesetzt. SESAM ist aus den genannten Gründen mehr als fragwürdig. Der Basler Appell gegen Gentechnologie verlangt, dass das Projekt sistiert und endlich der kantonalen Ethikkommission vorgelegt wird. Der Verein wird gegebenenfalls Schritte unternehmen, gegen das Projekt rechtlich vorzugehen.
Für Rückfragen: Pascale Steck, Basler Appell gegen Gentechnologie, T 061 692 01 01 Basel - Veröffentlicht von pressrelations Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=199675 [Druckversion] [PDF] WEITERE PRESSEMITTEILUNGEN Düsseldorf (pressrelations) - Call NRW - das Bürger- und ServiceCenter der Landesregierung - informiert:
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