Auch 2016 war die Aufmerksamkeit für das Thema Influencer Relations ungebrochen.  Kooperationen mit Bloggern und Co.  konnten sich als ernst zu nehmende Werbe- und Marketing-Strategie auch bei kleineren Unternehmen etablieren. Doch was sind die Trends, wie wird sich das Thema 2017 entwickeln und worauf müssen Marketing-Experten achten, wenn Sie mit Influencern zusammenarbeiten möchten?

Qualität statt Quantität – vom Celebrity zum Micro Influencer

War der Influencer-Hype zu Beginn vor allem durch Kooperationen mit bekannten, reichweitenstarken Top-Influencern geprägt, hat sich 2016 zunehmend die Überzeugung durchgesetzt, dass eine große Anhängerschaft nicht alles ist. Promi-Größen wie Kim Kardashian (über 90 Millionen Abonnenten auf Instagram) oder Spitzenreiterin Selena Gomez (106 Millionen Abonnenten) versammeln auf ihren Social Media Channels zwar eine riesige Fanbase, allerdings unterscheiden sich die Fans in ihren Vorlieben, Hobbies und Einstellungen häufig stark voneinander. Als Zielgruppe für Marketing-Aktivitäten sind sie deshalb weniger gut geeignet, als es auf den ersten Blick scheint, da das Risiko großer Streuverluste besteht. Dazu kommt die verhältnismäßig geringe Interaktionsrate, die diese Top-Influencer mit ihren Followern aufweisen. Von den üppigen Honoraren pro Post gar nicht zu reden.

Viele gute Gründe für eine Kooperation mit Micro Influencern

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Micro Influencer auch in diesem Jahr weiterhin stark im Fokus der Marketeers stehen werden. Ein Trend, der sich auch 2017 fortsetzen wird. Micro Influencer sind Meinungsbildner, die 1.000 Follower oder mehr aufweisen. Auch wenn diese Zahl den Eindruck erweckt, Micro Influencer seien unpopuläre Nischenphänomene, so ist genau das ihr Vorteil und macht sie für Marken so wertvoll. Sie sind „unverbraucht“, authentisch und haben sich meist auf ein oder einige wenige Themen spezialisiert. Zudem verfügen sie überdurchschnittlich häufig über eine äußerst homogene Followerschaft, die sich ganz gezielt für das Thema begeistert. Der Influencer wird von seinen Fans, die oft aus Freunden, Bekannten und Familie bestehen, als authentisches Vorbild und Inspiration verstanden, dementsprechend hoch sind Glaubwürdigkeit und Interaktion mit dieser Fanbase. Instagram Influencer, die bis zu 1.000 Follower haben, können eine Interaktionsrate von bis zu acht Prozent erreichen. Mit steigender Anhängerzahl sinkt diese wieder ab. Kooperationen mit mehreren (Micro) Influencern erhöhen die Sichtbarkeit Ihrer Marke zusätzlich.
Auch thematisch wird sich das Thema Influencer Relations in 2017 weiter differenzieren. Anfangs geprägt durch Influencer aus den Bereichen Mode, Beauty und Food, lassen sich seit letztem Jahr weitere Themenfelder wie Reisen, Mutterschaft, Home (DIY, Einrichtung, Garten) sowie Technik ausmachen.

Darauf sollten Sie bei der Zusammenarbeit mit Influencern achten:

Stichwort Interaktion:
Ein reichweitenstarker Meinungsmacher garantiert noch lange keine erfolgreiche Marketing-Kampagne. Viel wichtiger sind hohe Interaktionsraten sowie eine themenaffine Followerschaft. Ein weiterer Vorteil: Content von Micro Influencern wird von den Algorithmen der sozialen Netzwerke mit besserer Sichtbarkeit belohnt als Inhalte von Unternehmen.

Stichwort Glaubwürdigkeit:
Dem idealen Micro Influencer geht es vor allem darum, seine Leidenschaft zu teilen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wenn er sich für die Kooperation mit einer Marke entscheidet, dann, weil er sich mit dem Produkt/dem Unternehmen identifiziert. Denn wie soll jemand glaubwürdig erscheinen, wenn er jede verfügbare Produktkooperation eingeht, nur um seine Reichweite auszubauen?

Stichwort Authentizität:
Influencer Relations basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Der Micro Influencer verfolgt eigene, kreative Ideen und legt Wert auf seine authentische Influencer-Identität. Das, was er veröffentlicht, ist sorgsam ausgewählt und passt zum Charakter seines Blogs oder Instagram-Accounts. Lassen Sie ihr/ihm bei der Umsetzung Ihrer Kampagne Spielraum. Dieser so genannte Native Content verspricht größeren Erfolg als von der Marketing-Abteilung vorbereiteter und zur Verfügung gestellter Content.

Stichwort Passgenauigkeit:
Achten Sie bei der Wahl des Influencers darauf, dass dieser nicht nur vom Thema, sondern auch in Hinblick auf bereits veröffentlichten Content und Sprache zu Ihnen passt. Zu beachten ist auch, ob der Influencer bereits für Wettbewerber aktiv ist. Dies könnte bei einer längerfristig geplanten Zusammenarbeit problematisch sein.

Eine profunde Recherche ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Influencer Relations. Das pressrelations Influencer Research Tool hilft Ihnen dabei, die passenden Influencer zu identifizieren:

  • Passgenauigkeit ermitteln mit Hilfe der Themen- und Channel-Filter
  • Reichweitenprüfung durch Impact Score und Kennzahlenübersicht
  • Relevanzbestimmung durch Anzeige aller genutzten Social Media Kanäle und bisher veröffentlichtem Content
  • Qualitative Influencer Profile von unseren Social Media-Experten
  • Erfolgsmessung mit Hilfe unserer Analyse

Jetzt müssen Sie mit ihrem neuen Influencer nur noch Kontakt aufnehmen!

Für alle Fragen rund um die Influencer Recherche stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns per E-Mail unter mail@pressrelations.de oder per Telefon unter 0211 / 175 20 77 – 888.

Verena ZumbornCo-Autorin Verena Zumborn, Werkstudentin im Team Media-Services von pressrelations GmbH
Verena Zumborn studiert Medienwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medienmanagement an der Universität Siegen. Aktuell schreibt sie ihre Bachelorarbeit zum Thema Influencer Management. Als Gestaltungstechnische Assistentin interessiert sie sich vor allem für Design & Kunst sowie für digitale Themen wie Big Data, Künstliche Intelligenz und Social Media.

 

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Katharina Starke
Katharina Starke ist als Product Owner Teil der Produktentwicklung und verantwortlich für das Influencer Tool von pressrelations. Zuvor war Sie als Teamleiterin „Pharma“ und Key Account Managerin tätig. Sie hat in Düsseldorf und Bonn Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft studiert und arbeitet seit 2009 bei pressrelations.

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